Oberleitner legt nach: Viertelfinale bei den French Open
Zweiter Start auf der großen Bühne – und gleich das erste Viertelfinale: Neil Oberleitner weiß bei Roland-Garros 2026 zu beeindrucken. Der 26-Jährige hat bei den French Open in Paris mit seinem Spielkameraden Petr Nouza sensationell die Runde der letzten acht Teams im Herrendoppelbewerb erreicht. Der Wiener (ATP-Doppel 59) eliminierte mit dem Tschechen (ATP-Doppel 52) am Sonntag zu Mittag im Achtelfinale dessen Landsmänner Adam Pavlásek (ATP-Doppel 47) und Patrik Rikl (ATP-Doppel 49) nach 1:51 Stunden mit 6:2, 6:7 (1), 6:3. Ihre Gegner im Kampf um einen Platz im Semifinale: Die fünftgesetzten Italiener Simone Bolelli (ATP-Doppel 11) und Andrea Vavassori (ATP-Doppel 9), die heuer schon die ATP-Masters-1000-Turniere in Miami und Rom sowie das ATP-500-Event von Rotterdam gewonnen haben. Schon jetzt dürfte Oberleitner aber der erstmalige Sprung unter die Top 50 der ATP-Doppelrankings blühen. Das ist auch den starken Ergebnissen im Vorfeld der French Open geschuldet: Nouza/Oberleitner hatten zuletzt bei den großen ATP-175-Challengern in Cagliari und Bordeaux einen Finaleinzug und einen Titelgewinn verbucht.
Die zweite heimische Viertelfinalhoffnung beim Herrendoppel in Frankreichs Hauptstadt hat sich am Sonntagnachmittag dahingegen nicht erfüllt. Für Alexander Erler und Lucas Miedler kam im zweiten bzw. ersten Grand-Slam-Achtelfinale in ihrer jeweiligen Karriere, dem ersten als Team, auf äußerst unglückliche Art und Weise das Aus. Der Tiroler (ATP-Doppel 34) und der Niederösterreicher (ATP-Doppel 22) mussten gegen die topgesetzten Titelverteidiger Marcel Granollers-Pujol aus Spanien (ATP-Doppel 3) und Horacio Zeballos aus Argentinien (ATP-Doppel 2) wegen Ellbogenproblemen Erlers beim Stand von 4:6, 1:1 aufgeben. Ein rot-weiß-rotes Erfolgserlebnis gab es dafür im Juniorenbewerb, denn dort konnte Thilo Behrmann am Sonntagnachmittag sein Auftaktmatch im Hauptfeld für sich entscheiden. Der siebtgereihte Wahlburgenländer (ITF 7) besiegte den erst 15-jährigen, französischen Wildcard-Inhaber Benoit Geldof (ITF 284) sicher mit 6:2, 6:2. Sein zweiter Gegner ist der 18-jährige Deutsche Oliver Majdandzic (ITF 80), die Begegnung ist bereits am Montag als vierte Partie nach 11:00 Uhr auf Court 9 angesetzt.
Für die österreichischen Tennisfans wird es insbesondere ab Punkt 11:00 Uhr spannend, denn da kämpft Anastasia Potapova bei den Damen auf Court Suzanne-Lenglen in ihrem zweiten Grand-Slam-Achtelfinalspiel um den Einzug in ihr erstes Viertelfinale. Nach dem fulminanten Drittrundenerfolg über die an vier gesetzte US-Titelverteidigerin Coco Gauff (WTA 4) vom Samstagabend fordert die auf 28 gereihte Wahlösterreicherin (WTA 30) nun die auf 22 gelistete Russin Anna Kalinskaya (WTA 24).