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Erste Bank Open: Historischer Heimsieg für Miedler/Oberleitner
Lucas Miedler und Neil Oberleitner sind die Doppelchampions der Erste Bank Open 2026. Vor den mit 9800 Fans bereits zu Mittag vollbesetzten Rängen in der Wiener Stadthalle besiegte das österreichische Erfolgsduo, Nummer 19 und 22 im ATP-Doppelranking, die US-Amerikaner Ryan Seggerman (ATP-Doppel 50) und Learner Tien (ATP-Doppel 592) in lediglich 54 Minuten Spielzeit klar mit 6:1, 7:5. Für das neuformierte, rot-weiß-rote Doppelteam war es das dritte Finale bei der vierten Turnierteilnahme miteinander auf der ATP-Tour. Nach einem Viertelfinale in Tokio, dem ATP-Masters-1000-Triumph in Shanghai vor zwei Wochen und dem Endspiel in Almaty am vergangenen Sonntag ist es der zweite gemeinsame Turniersieg. Nächste Woche geht es für die beiden beim ATP-Masters-1000-Event in Paris-Bercy weiter, wo sie gegen die ab Montag neue Nummer eins der Einzelweltrangliste, den Deutschen Alexander Zverev (ATP-Doppel 103), und den brasilianischen Ex-Doppelweltranglistenersten Marcelo Melo (ATP-Doppel 52) eröffnen.
Ein besonderer Heimsieg und Karrierehoch für Oberleitner
Miedler holte als erster Österreicher einen historischen dritten Doppeltitel in Wien, nachdem er 2022 und 2024 jeweils an der Seite von Alexander Erler triumphiert hatte. Für Oberleitner war dies die erste Finalteilnahme bei seinem Heimturnier in Wien. Über seinen ersten Auftritt in der Wiener Stadthalle (bis dahin hatte er ausschließlich an den Nebenschauplätzen früher am Heumarkt und mittlerweile in der Marx Halle aufgeschlagen) sagte er: „‚Luci’ hat ja schon öfter in der Stadthalle gespielt. Für mich war es das erste Mal, und es ist etwas ganz Besonderes. Danke an alle, die heute am Sonntag extra hergekommen sind und uns unterstützt haben.“ Miedler lobte einmal mehr die Atmosphäre in der Wiener Stadthalle: „Für mich ist es bereits der dritte Titel hier, aber es macht jedes Mal noch mehr Spaß, vor euch zu spielen. Die Stadthalle ist mit Abstand mein Lieblingsplatz auf dieser Welt. Es gibt nichts Vergleichbares.“ Für Miedler ist es der insgesamt 15. Titel auf der Tour und sein fünfter in diesem Jahr. Außer mit Oberleitner hatte der 30-Jährige in Brisbane mit dem Portugiesen Francisco Cabral sowie in Gstaad und Kitzbühel mit dem Australier Marc Polmans den Finalsieg geholt.
Oberleitner fing heuer gerade einmal an zu gewinnen. Die Premiere hatte es für den 27-jährigen Wiener im August in Winston-Salem mit dem Tschechen Petr Nouza gegeben, dann kam Shanghai und nun Nummer drei in Wien. In der Doppelweltrangliste zieht Oberleitner erstmals in die Top 20 ein und nimmt am Montag mit Position 19 ein neues Karrierehoch ein, als neue österreichische Nummer eins direkt vor Miedler. Dessen bisher höchstes Ranking ist ebenfalls Platz 19, den er aktuell noch einnimmt. Im Race für die Nitto ATP Finals in Turin rückt das österreichische Davis-Cup-Doppel, das für den Sieg in Wien insgesamt mit 171.870 Euro Preisgeld belohnt wurde, trotz nur vier gemeinsam bestrittener Turniere auf Rang 16 vor. Die Qualifikation für Turin wird sich aber nicht mehr ausgehen können. „Wir weinen dem aber nicht hinterher und sind froh, wie es ist“, meinte Miedler dazu. Stattdessen regiert die Vorfreude auf Paris-Bercy und das letzte große Highlight in diesem Jahr: Die Davis Cup by Generali Final 8 in Bologna, bei denen das KURIER Austria Davis Cup Team am 26. November um nicht vor 17:00 Uhr auf die Vorjahresfinalisten aus Spanien trifft. Miedler/Oberleitner wären dabei im Doppel eingeplant.
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